Friedrich Hölderlin
Der Lyriker Friedrich Hölderlin (1770 - 1843) verlebte im Sommer 1796 einige Wochen mit Susette Gontard, seiner Diotima, im Bad zu Driburg. Hölderlin war als Hauslehrer für die Kinder des Bankiers Gontard in Frankfurt angestellt. Als die Franzosen drohten, in Frankfurt einzumarschieren, schickte Herr Gontard seine Frau und die Kinder mit dem Hauslehrer Hölderlin nach Hamburg, wo die Familie Frau Gontards lebte. Auf dem Weg dorthin traf die Reisegesellschaft den Schriftsteller Wilhelm Heinse (1746 - 1803) in Kassel, mit dem sie dann weiter nach Bad Driburg reiste.
In Bad Driburg scheint Hölderlin den idealen Ort gefunden zu haben, nach dem er sich so gesehnt hat. Hölderlin und "Diotima" sind sich nie vorher so nahe gewesen.
Der Name Diotima findet sich erstmalig in Platons Dialog "Symposion". Darin erklärt sie Sokrates das Wesen der Liebe. Hölderlin verwendete den Namen Diotima in seinen Gedichten und in seinem großen Briefroman "Hyperion". Susette Gontard wurde zum Maßstab für Hölderins Schönheitssinn und er stilisierte sie als Figur der Diotima in seinen Werken und Briefen.

